Sto-Stiftung startet neues Förderprogramm für Forschung im Bauwesen
Die Herausforderungen für das Bauwesen wachsen. Klimawandel, Ressourcenknappheit, steigende Anforderungen an Gebäude und Infrastruktur sowie neue Materialien verlangen nach Ideen, die über bewährte Lösungen hinausgehen. Genau hier setzt die Sto-Stiftung mit ihrem neuen Förderprogramm „Explore! Bauen weiterdenken“ an. Es richtet sich an Menschen, die das Bauen erforschen und neue Erkenntnisse in der Praxis umsetzen wollen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Forschungsvorhaben, die wissenschaftlich begleitet werden.
Die Sto-Stiftung reagiert mit Explore! auf einen wachsenden Bedarf. Viele Fragen der Bauwende lassen sich nur durch zielgerichtete Forschung beantworten. Das Spektrum reicht von der Entwicklung neuer Materialien über innovative Fertigungs- und Konstruktionsmethoden bis zu Untersuchungen zur energetischen Optimierung von Häusern. Auch Projekte zur Sanierung und Erhaltung von Bestandsgebäuden, zu digitalen Planungsprozessen oder zur Verbindung von Handwerk, Planung und Forschung können gefördert werden.
„Im Mittelpunkt steht die Neugier, Fragen zu stellen, Ideen weiterzudenken und daraus konkrete Lösungen für die Praxis zu entwickeln“, sagt Prof. Ralf Pasel, Stiftungsrat Architektur. „Das Programm verbindet und erweitert die bisherigen Förderbereiche Architektur und Handwerk mit dem relevanten Baustein der interdisziplinären Forschung. Wir schaffen damit Freiräume für Austausch und neue Impulse.“
Bauen gemeinsam weiterdenken
Explore! knüpft an die Erfahrungen des bisherigen Formats DesignBuild Research an, das in der Architekturforschung verankert ist und sich insbesondere an den akademischen Nachwuchs richtet. Explore! versteht das Bauen als Gemeinschaftsaufgabe und spricht alle relevanten Fachrichtungen in Handwerk und Wissenschaft an. Dazu gehören Architektur und Innenarchitektur ebenso wie Bauingenieurwesen, Bauphysik, -chemie und -biologie. Auch Physik-, Chemie- und Bioingenieurwesen sowie Baustoffinstitute und Materialforschungseinrichtungen zählen zur Zielgruppe. Hinzu kommen Handwerkerinnen und Handwerker, Technikerinnen und Techniker sowie Meisterinnen und Meister des Ausbaugewerbes.
Damit verfolgt die Stiftung einen Ansatz, der unterschiedliche Kompetenzen zusammenführt, denn Forschung soll nicht an Fachgrenzen enden. Vielmehr entstehen neue Erkenntnisse häufig dort, wo verschiedene Disziplinen zusammenarbeiten und voneinander lernen.
Kopf und Hand zusammenbringen
Diese Verbindung entspricht dem Selbstverständnis der Sto-Stiftung. Seit ihrer Gründung fördert sie Talente in Architektur und Handwerk. Explore! ergänzt diese Förderbereiche nun um die interdisziplinäre Forschung und stärkt damit das Zusammenspiel von theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung. Die Gründerfamilie der Sto-Stiftung möchte dadurch gezielt neue Gruppen einbeziehen. In diesem Netzwerk können Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Praxispartner gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Für die Ausschreibung Explore! steht 2026 eine Gesamtfördersumme von 80.000 Euro zur Verfügung. Damit schafft die Sto-Stiftung einen Rahmen, der anspruchsvolle Projekte ermöglicht und zugleich genügend Flexibilität für unterschiedliche Forschungsansätze bietet. Wer das Bauen weiterdenken möchte, findet hier eine Plattform, die Innovationen fördert und Perspektiven eröffnet.
Das hochaufgelöste Bildmaterial finden Sie hier zum Download.

