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Nachbericht Heavy Metal Praxiscamp 2026: Lernen, was Oberflächen können

Eine Woche lang tauchten 16 Auszubildende aus dem Ausbaugewerbe in die Welt der Oberflächenveredelung ein. Das Heavy Metal Praxiscamp der Sto-Stiftung führte sie von der Werkstatt über spezialisierte Betriebe bis zu historischen Gebäuden im Rhein-Main-Gebiet.

Damit Gold richtig zur Geltung kommt, braucht es im Handwerk mehr als das Edelmetall selbst: eine saubere Vorbereitung, passende Materialien und das richtige Know-how. Anfang August konnten 16 Auszubildende aus dem Ausbaugewerbe beim Heavy Metal Praxiscamp der Sto-Stiftung selbst Hand anlegen und verschiedene Techniken der Oberflächenbehandlung ausprobieren. Das Camp organisierte einmal mehr der Verband Farbe Gestaltung Bautenschutz Hessen. 

Ein Schwerpunkt lag auf dem praktischen Arbeiten im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Weiterstadt der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. Dort lernten die Teilnehmenden die Metallbeschichtung kennen und setzten sie direkt um. Die Werkstatt bot Raum zu experimentieren, Fragen zu klären und die Ergebnisse gemeinsam zu besprechen.  

Oberflächenveredelung in der Praxis 

Besuche in spezialisierten Betrieben erweiterten den Blick auf das eigene Gewerk. Im Lackraum bei Steuernagel & Lampert sahen die Auszubildenden, wie Lackierarbeiten unter kontrollierten Bedingungen ausgeführt werden. Das Unternehmen verbindet handwerkliche Oberflächenarbeit mit technischer Ausstattung und beschäftigt sich unter anderem mit Möbeln, Fahrzeugrestaurierung sowie Flüssigmetall. 

Im Texturwerk und in der Hembus Tapetenmanufaktur lernten die Nachwuchstalente weitere Formen der Oberflächenveredelung kennen. Außerdem konnten sie sich mit Lea Ruths und Maja Deierl austauschen. Die beiden kennen das Heavy Metal Camp aus verschiedenen Perspektiven: Heute leiten sie die Produktion der Tapetenmanufaktur, zuvor nahmen sie beide selbst am Camp teil. Das Texturwerk arbeitet mit historischen Techniken wie Vergoldung, Brünierung und Stuck sowie mit selbst entwickelten Farben und Materialien. Hembus fertigt Tapeten und Borten in traditioneller Handarbeit und nutzt dafür unter anderem den klassischen Siebdruck. Teilnehmerin Franka Köhler aus München sagt: „Der Besuch bei der Tapetenmanufaktur war für mich sehr spannend, weil ich deren Produkte schon auf Baustellen gesehen habe.“ 

Auf den Spuren historischer Handwerkskunst 

Zum Programm gehörten auch Führungen an Orten, an denen Ausbauhandwerk Geschichte sichtbar macht. Auf der Mathildenhöhe in Darmstadt setzten sich die Teilnehmenden mit der Künstlerkolonie und der Raumgestaltung auseinander. In Frankfurt besichtigten sie die Goldene Waage, deren Stuckdecken und Holzvertäfelungen auf Grundlage historischer Pläne und Aufnahmen wiederhergestellt wurden. Die anschließende Stadtführung gab Einblicke in die Geschichte der Gebäude. 

So entstand eine Verbindung zwischen Werkstatt und Baukultur: Im BTZ ging es um das eigene Tun, in den Betrieben um professionelle Abläufe und in den historischen Gebäuden um die Wirkung handwerklicher Arbeit über viele Jahre hinweg. Für Auszubildende bietet ein solches Format die Möglichkeit, Methoden kennenzulernen, die im eigenen Betrieb vielleicht nicht zum täglichen Arbeitsumfang gehören. „Hinterglasvergoldung und Liquid Metal haben mir am meisten Spaß gemacht, denn diese Techniken verbinden handwerkliche Genauigkeit mit einem Verständnis für historische Gestaltung“, sagt Teilnehmerin Liah Schösser aus Heilbronn.  

Ingeborg Totzke, Stiftungsrätin Handwerk, ergänzt: „Das Engagement und die Neugier der Teilnehmenden zeigen, wie wichtig solche zusätzlichen Lernorte sind. Dadurch gewinnen die jungen Menschen neue Perspektiven für ihre Ausbildung und ihren weiteren Berufsweg.“ Für Betriebe liegt darin ein konkreter Nutzen: Ihre Azubis kehren mit frischen Impulsen, mehr Verständnis für angrenzende Gewerke und Ideen für die eigene Arbeit zurück. 

Das hochaufgelöste Bildmaterial finden Sie hier zum Download.

Pressekontakt

a1kommunikation Schweizer GmbH
Oberdorfstraße 31/1
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www.a1kommunikation.de

Bei Fragen können Sie sich gerne bei uns melden

Kirsten Ludwig
T.: +49 711 9454161-20
klu@a1kommunikation.de

Anne Bambauer, Stiftungsrätin Kommunikation
info@sto-stiftung.com