TU Wien
Aus der Holzbaracke wird ein Atelierhaus




24 Architekturstudierende der TU Wien bauen eine sanierungsbedürftige Holzbaracke im Skulpturenpark Lindabrunn zu einem funktionalen Vereinshaus um. Mit Unterstützung der Sto-Stiftung entstand vom Entwurf bis zur Einweihung in Eigenregie ein reizvoller Ort für die Kunst.
Im Wintersemester 2024/25 entwickelten die Studierenden im design.build studio der TU Wien unter Professor Peter Fattinger den Entwurf. Die Herausforderung: eine stark sanierungsbedürftige Baracke mit 150 Quadratmetern Grundfläche aus den 1980er-Jahren mit begrenztem Budget funktional und gestalterisch weiterzuentwickeln. Die Nachwuchstalente versetzten die Frontfassade zwei Meter nach vorne. Das schafft Raum für einen lichtdurchfluteten Gemeinschaftsbereich. Ein großformatiges Sitz- und Liegefenster verbindet Innenraum- und Außenanlage, ein Eckfenster mit Schiebeflügeln dient bei Veranstaltungen als Ausschank.
Im Sommersemester 2025 folgte die Bauphase. Die Studierenden rissen die alte Fassade ab, schweißten eine Stahlkonstruktion für die wettergeschützte Freifläche, gossen monolithische Betonelemente für Freiluftküche und Sitzbank. Sie schliffen die Oberflächen des Ökobetons von Hand ab, die auf den lokalen Lindabrunner Konglomeratstein Bezug nehmen. Das Gestein wurde durch die jährlichen Bildhauersymposien bekannt, die von 1967 bis 1997 im Skulpturenpark stattfanden.
Für das Symposion Lindabrunn bedeutet das Projekt einen infrastrukturellen Quantensprung: Künstlerinnen und Künstler finden inmitten eines 24 Hektar großen Skulpturenparks nun einen zeitgemäßen Ort zum Wohnen, Arbeiten und Ausstellen. Die Sto-Stiftung sowie der Fonds für Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich unterstützten das Projekt.
TU Wien




Baukreisel e.V.
Treffpunkt statt Trümmer
Studierende bauten aus Abbruchmaterial einen Raum für Jugendliche
Die reuse.practice Spring School 2025 zeigt, wie Architekturstudierende mit Wiederverwertung echte Wirkung erzielen. Dank der Förderung der Sto-Stiftung entstand im Asiat-Park bei Brüssel ein multifunktionaler Raum für Jugendliche – gebaut aus alten Materialien und neuen Ideen.
20 Architekturstudierende aus ganz Europa bauten im April 2025 unter Anleitung von Baukreisel e.V. ein altes Kasernengebäude im Asiat-Park in Vilvoorde bei Brüssel um. Das Ziel: Einen Ort für Jugendliche mit Bühne, Tonstudio, Küche, WC und Treffzone zu schaffen. Das Projekt lief in drei Phasen: Materialbeschaffung aus Abrissgebäuden, Planung vor Ort und schließlich der Umbau.
Die Studierenden entwickelten Wandmodule, Möbel und Raumkonzepte und arbeiteten zusammen mit lokalen Initiativen auf der Baustelle. Unterstützt wurden sie von Handwerkern – finanziert durch die Sto-Stiftung. Studierende, Anwohner und Jugendliche bestimmten gemeinsam Form und Funktion. Die größte Herausforderung? Alles musste aus alten Teilen entstehen, von Fenstern über Ziegel bis zu Rohren. Das Ergebnis ist ein lebendiges Beispiel für die Bauwende.























