Bestenwettbewerb 2026 - Berlin: Koffer, Kunst und Können
Ein Werkzeugkoffer kann ein Karrierestart sein. Für zehn Nachwuchstalente aus dem Ausbaugewerbe wurde er im März in Berlin zum Symbol für Leistung, Können und Zukunft. Denn sie gewannen beim Bestenwettbewerb der Sto-Stiftung, der sich an engagierte Auszubildende im Maler-, Lackierer- und Stuckateurhandwerk richtet. Berufsschulen schlagen besonders leistungsstarke Kandidatinnen und Kandidaten vor, die im Alltag mit besonderen Herausforderungen kämpfen. Die finalen Gewinnerinnen und Gewinner werden im Anschluss auf Basis der eingereichten Vorschläge ermittelt und erhalten im Rahmen eines zweitägigen Events die begehrten grünen Werkzeugkoffer. Der Inhalt: professionelle Ausstattung für den Berufsstart.
Die Sto-Stiftung will mit dem Wettbewerb Talente motivieren und sichtbar machen. Dirk Palige, Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) und des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT), sagte in seiner Laudatio: „Der Koffer ist mehr als nur eine Sammlung von Werkzeugen. Er ist ein Stück Zukunft zum Mitnehmen. Denn jedes Werkzeug darin steht für eine Fähigkeit, die sich die Auszubildenden erarbeitet haben: für das Können ihrer Hände, für ihr Auge fürs Detail, für ihre Bereitschaft, Dinge anzupacken und zu gestalten.“ Michael Keller, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, ergänzt: „Wir freuen uns über das große Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Wer erlebt, wie unter den eigenen Händen Neues entsteht, schöpft daraus den Mut für alles Kommende – ein echtes Zeugnis für die Kraft, den Sinn und den unschlagbaren Zusammenhalt, der im Handwerk lebt.“ Mit dem Wettbewerb unterstützt die Stiftung seit vielen Jahren gezielt junge Fachkräfte im Ausbaugewerbe.
Zwischen Form und Farbe
Die Kofferübergabe im Meistersaal des Zentralverbands des Deutschen Handwerks e.V. blieb nicht der einzige Höhepunkt. Die Auszubildenden erlebten ein Programm, das perfekt zu ihrem kreativen Beruf passt. Die Gruppe besuchte gemeinsam das IKONO Berlin, einen immersiven Erlebnisraum. Dort tauchten die Teilnehmenden in interaktive Kunstinstallationen ein. Viele Räume arbeiten mit Farbe, Licht und ungewöhnlichen Oberflächen. Genau solche Effekte spielen auch im Maler- und Lackiererhandwerk eine wichtige Rolle.
Am nächsten Tag ging es zur East Side Gallery. Die längste Open-Air-Galerie der Welt befindet sich auf einem erhaltenen Teilstück der Berliner Mauer und zeigt eindrucksvoll, wie Farbe Geschichten erzählen kann. Zum Abschluss gestalteten die Nachwuchstalente eigene Motive bei einem Graffiti-Workshop. Sie entwickelten Entwürfe, arbeiteten mit Spraydosen, und setzten ihre Ideen direkt auf Leinwänden um. Kreativität, Technik und Teamarbeit standen dabei im Mittelpunkt.
Anna Brösel, Auszubildende in Sachsen, blickt gern auf das Event zurück: „Die zwei Tage haben richtig Spaß gemacht. Da wir eine kleine Truppe waren, sind wir schnell als Gruppe zusammengewachsen – das Programm im IKONO und der Graffiti-Workshop waren dafür der perfekte Mix. Die Erfahrung war super und ich habe viel mitgenommen. Die Leute von der Stiftung sind total entspannt und bodenständig, was die ganze Atmosphäre sehr angenehm gemacht hat.“
Das hochaufgelöste Bildmaterial finden Sie hier zum Download.






